Monatlich veröffentlichen wir die deutschsprachigen Global Must Reads, ein Best-of der Analysen aus über 50 amerikanischen und europäischen Think Tanks, Zeitschriften und Journals. Diese werden prägnant und einfach zusammengefasst (6 bis 7 Seiten) und an mehr als 22.000 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft versandt. Damit sind die GMR die reichweitenstärkste außenpolitische Publikation in deutscher Sprache.
Redaktion │ 15. März 2012
Liebe Leser,
mit dem Beginn des digitalen Zeitalters fiel auch der Startschuss für neue Kommunikationsparadigmen und Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der Einfluss digitaler Medien macht sich insbesondere bei der Öffnung traditionell geschlossener Prozesse und der Entwicklung innovativer Wirtschaftszweige bemerkbar.
Die Bevölkerung hat durch soziale Medien aber auch eine breite Auswahl an Möglichkeiten, in direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und Institutionen zu treten und diesen sogar selbst anzustoßen. Wir erleben eine Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager, die eine dialogische Kommunikation auf Augenhöhe ermöglicht.
Zudem bringt die Digitalisierung erhebliche ökonomische Vorteile mit sich, denn sie ist ein globaler Wachstumstreiber: Das soziale Netzwerk Facebook hat in Europa alleine einen Bruttoumsatz von 32 Mrd. Euro erzielt und zur Schaffung von 232.000 Stellen beigetragen. Neben dem Silicon Valley behaupten sich weltweit Metropolen als Startup-Magneten, nicht zuletzt Berlin. Sie bringen ein erhebliches Potential mit, die Wirtschaft der jeweiligen Region anzukurbeln.
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Redaktion │ 07. Februar 2012
Liebe Leser,
mal ehrlich: Wer von Ihnen denkt an Lateinamerika, wenn von den „Transatlantischen Beziehungen“ die Rede ist? Dabei sind die 20 Länder Mittel- und Südamerikas eng mit dem westlichen Wertesystem verbunden und haben sich innerhalb der vergangenen Jahre zu einer dynamischen und innovativen Region entwickelt.
Diesen Trend hat die BMW Stiftung Herbert Quandt aufgenommen und zu ihrem dritten World Young Leaders Forum nach Buenos Aires eingeladen. Unter dem Titel „Neue Technologien, Finanzmodelle und Kooperationen zur Förderung gesellschaftlicher Innovationen“ bot sie Führungskräften aus der ganzen Welt die Gelegenheit innovative Initiativen kennen zu lernen und neue Ideen zu diskutieren. So engagiert sich der privatwirtschaftliche Sektor Lateinamerikas immer stärker für gesellschaftspolitische und soziale Projekte. Diese werden nicht länger vorwiegend von den USA und Europa finanziert, sondern verstärkt auch aus der Region selbst. Gleichzeitig zeichnen sich diese Initiativen durch eine unternehmerische Herangehensweise aus, die den Erfolg steigert. Zwei besonders interessante Projekte stellen wir auf den Seiten 6 bis 8 vor.
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Redaktion │ 22. Dezember 2011
Liebe Leser,
diese Ausgabe der Global Must Reads legt den Schwerpunkt auf Israel, aber einmal nicht auf die außen- und sicherheitspolitische Situation.
Wir durften auf Einladung der inzwischen globalen Digital Life Design (DLD) Konferenzserie des Burda Verlags nach Tel Aviv reisen, um dort ein Israel zu erleben, das in den Nachrichten zu wenig vorkommt: entspannt, international und weltoffen, unternehmerisch ambitioniert und neue Technologien geradezu umarmend.
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Redaktion │ 23. November 2011
Liebe Leser,
Seit geraumer Zeit steigt die Zahl der Angriffe im Cyberraum. Während die Attacken anfangs mehrheitlich klein und eher harmlos waren, verursachten sie zuletzt große wirtschaftliche Schäden. Mit dem Auftauchen von Stuxnet 2010 und dem auf gleichem Code basierenden Duqu 2011 erreichte der globale Einsatz von Schadsoftware seinen aktuellen Höhepunkt. Es ist vor allem Spionagesoftware, die Unternehmens- und Regierungsnetzwerke bedroht, da die entwendeten Daten oft aus sicherheitsrelevanten Bereichen stammen.
Die Angriffe unterscheiden sich in Art, Umfang, Ziel und Erfolg. Eines ist Ihnen jedoch gemeinsam: Sie haben hohes Schadenspotential und stellen besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine große Bedrohung dar. Doch bisher müssen Bürger und Unternehmen sich selbst schützen. Sollte der Staat ihnen dabei regulierend helfen? Ist dies möglich, ohne die Freiheit im Internet zu beschneiden? Auch die deutsche Politik wird darauf Antworten finden müssen.
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Redaktion │ 09. November 2011
Liebe Leser,
Die globale Gesundheit befindet sich momentan in einem rasanten Wandel: Lange Zeit galten chronische Erkrankungen als Phänomen der westlichen Industrieländer, als Folge eines „ungesunden“ Lebensstils. Doch die Verbreitung dieser Krankheiten und ihrer Verursacher wie Alkohol, Tabakkonsum und Fettleibigkeit wird durch die Globalisierung und Urbanisierung beschleunigt. Chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zwar weltweit die häufigste Todesursache, doch in Ländern mit niedrigem Einkommen überwiegt nach wie vor die Zahl der Todesfälle durch Infektionskrankheiten, wie Infektionen der unteren Atemwege, Durchfallerkrankungen und HIV/Aids.
Gesundheit ist von vielen Faktoren beeinflusst, die eine globale Gesundheitspolitik beachten muss. Ein Beispiel: Durch klimabedingte Dürren, sinkende Lebensmittelvorräte, die Spekulation mit landwirtschaftlichen Rohstoffen und die Produktion von Biosprit steigen die Preise für Lebensmittel und Dünger. Als Folge steigt auch die Anzahl an Todesfällen durch Hungersnöte. Betroffen sind vor allem ärmere Regionen mit schlechten sanitären Bedingungen, die über kein ausreichendes Gesundheitssystem verfügen und deren Bewohner nur bedingt Zugang zu ärztlicher Behandlung haben.
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Redaktion │ 09. November 2011
Liebe Leser,
Norwegen, Frankreich, Spanien, Island, Niederlande, Belgien, Italien: die Liste der Länder mit Quotenregelungen für weibliche Führungskräfte in Aktiengesellschaften wird immer länger. Auch in Deutschland hat das Thema Frauenquote Fahrt aufgenommen. Allerdings teilt sich das Feld in zwei Lager. Die Einen fordern eine gesetzliche Quote zur Förderung von Frauen in Führungspositionen um den nötigen Druck zu erzeugen, während die Anderen freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf befürworten.
In Politik und Wirtschaft wird noch zu selten auf weibliche Führungsstärke gesetzt. Zwar sind mittlerweile 60% der deutschen Uniabsolventen weiblich, aber nur 3,6% der Vorstände und 11,8% der Aufsichtsräte in den 160 börsennotierten Unternehmen sind Frauen (Quelle: Women-on-board-Index). 60 dieser Unternehmen haben weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand eine Frau. In den USA haben nur 5% der 500 größten Unternehmen eine Frau an der Spitze. Auch in der Politik gibt es noch Verbesserungsbedarf: weltweit sind bislang erst ca. 10% der Staatsoberhäupter weiblich.
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Redaktion │ 11. Juni 2011
Liebe Leser,
Die Türkei entwickelt sich vom “kranken Mann Europas“ – einem Land mit hohen Inflationsraten und stetigen Menschenrechtsverletzungen – zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht und einem wichtigen geopolitischen Spieler. Die Bedeutung des Landes am Bosporus wächst regional und international. Die türkische Außenpolitik hat zur Entspannung der Beziehungen im Nahen Osten beigetragen und die Rolle der Türkei als Mittler in der Region gestärkt.Europa und die USA sehen die Entwicklung des Landes nicht uneingeschränkt positiv. Die Bemühungen der Türkei um einen EU-Beitritt kommen kaum voran. Die USA beobachten kritisch die Bestrebungen türkischer Politiker, den Iran wieder stärker in die internationale Gemeinschaft einzubeziehen. Denn obwohl die heutige Türkei ein Kind der Truman Doktrin ist, sind türkische Interessen nicht gleichbedeutend mit denen der USA oder Europas.
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Redaktion │ 10. Juni 2011
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