Schwerpunkt Digitale Wirtschaft

Redaktion │ 15. März 2012



Liebe Leser,

mit dem Beginn des digitalen Zeitalters fiel auch der Startschuss für neue Kommunikationsparadigmen und Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der Einfluss digitaler Medien macht sich insbesondere bei der Öffnung traditionell geschlossener Prozesse und der Entwicklung innovativer Wirtschaftszweige bemerkbar.

Die Bevölkerung hat durch soziale Medien aber auch eine breite Auswahl an Möglichkeiten, in direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und Institutionen zu treten und diesen sogar selbst anzustoßen. Wir erleben eine Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager, die eine dialogische Kommunikation auf Augenhöhe ermöglicht.

Zudem bringt die Digitalisierung erhebliche ökonomische Vorteile mit sich, denn sie ist ein globaler Wachstumstreiber: Das soziale Netzwerk Facebook hat in Europa alleine einen Bruttoumsatz von 32 Mrd. Euro erzielt und zur Schaffung von 232.000 Stellen beigetragen. Neben dem Silicon Valley behaupten sich weltweit Metropolen als Startup-Magneten, nicht zuletzt Berlin. Sie bringen ein erhebliches Potential mit, die Wirtschaft der jeweiligen Region anzukurbeln.

Die erfolgreichen Internetunternehmen skalieren ihr Geschäftsmodell global. Doch sie treffen auf Hindernisse. So fehlt in großen Teilen Afrikas eine geeignete digitale Infrastruktur. Afrika beheimatet nur 2% der globalen Internetnutzer. Mit seinen 823 Mio. Bewohnern weist der Kontinent eine Internetverbreitung von nur 9% auf. Zu den wichtigsten Gründen gehören zu hohe Preise für einen Internetzugang, eine eingeschränkte Energieversorgung im ländlichen Raum und eine geringe Anzahl an lokal produzierten Inhalten.

Hoffnung weckt vor allem eine Riege junger Technologieunternehmer, für die neben Gewinnmaximierung auch soziale und gesellschaftliche Komponenten den Erfolg des Unternehmens ausmachen. Als „social entrepreneurs“ möchten sie innovativ, pragmatisch und langfristig soziale Problemstellungen lösen.

Als Teilnehmer und Kooperationspartner der diesjährigen „Digital Life Design“-Konferenz (DLD) in München haben wir die wichtigsten Ergebnisse diverser Panel und Vorträge zum Thema Digitalisierung für Sie zusammengefasst.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihre

Dr. Johannes Bohnen & Jan-Friedrich Kallmorgen

 

Download als PDF

Inhaltsverzeichnis
Die Zukunft des europäischen Datenschutzes
Digitale Politik verändern Machtstrukturen
Social Media als Wachstumstreiber der Wirtschaft
Internet-Unternehmen auf globalem Expansionskurs
Der afrikanische Markt I: Internetnutzung in den Kinderschuhen
Der afrikanische Markt II: Energiegewinnung mit neuen Ideen
Changemaker: Unternehmerische Ideen für sozialen Wandel
Die Methode Wikipedia: Digitaler Altruismus als Erfolgsfaktor
Kreatives Kapital durch finanzielles Kapital richtig fördern
Erfolgsgeheimnis der Tech-Startups: Anpassungsfähigkeit
Mobile Geldbörsen werden massenkompatibel

Die Zukunft des europäischen Datenschutzes

Viviane Reding (EU Kommission): The Future of the EU’s Data Protection Laws, 22.01.2012

In einer von Innovation und Technologie geprägten digitalen Gesellschaft profitieren Nutzer von neuen Produkten. Cloud-Anwendungen ermöglichen einen ort- und zeitunabhängigen Zugriff auf gespeicherte Daten und Nachrichtendienste. Diese befähigen Nutzer zu einer grenzübergreifenden Kommunikation in Echtzeit. Doch die teilweise kostenlose Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen hat ihren Preis: Personenbezogene Daten sind zu einer heiß gehandelten Währung des heutigen Marktes geworden. Um die volle Funktionsfähigkeit ihrer Geschäftsmodelle und Online-Dienstleistungen gewährleisten zu können, speichern Unternehmen in großem Umfang Daten ihrer Kunden.

72% der europäischen Bevölkerung gab in einer Umfrage der EU an, besorgt um den Schutz ihrer Daten zu sein, insbesondere in Bezug auf die nicht zweckgebundene und unnötige Weitergabe von Daten an Dritte. Politische Entscheidungsträger sind daher gefragt, auf den digitalen Wandel mit adäquaten rechtlichen Rahmenbedingungen zu reagieren.

Auf der DLD 2012 stellte die EU-Kommissarin für Justiz, Viviane Reding, vor, wie der Datenschutz zukünftig europaweit gestaltet werden soll. In Form einer Datenschutz-Verordnung wird der aktuelle Flickenteppich aus 27 nationalen Datenschutzbestimmungen in einem Dokument verbindlich für alle EU-Mitgliedsstaaten zusammengefasst und vereinfacht somit die regulatorischen Rahmenbedingungen. Unternehmen sollen sich zukünftig nur noch an die Medienaufsicht wenden müssen, in deren Land sie ihren europäischen Hauptsitz haben. Benutzern wird zudem das „Recht vergessen zu werden“ eingeräumt werden, welches ihnen jederzeit ermöglicht, ihr Einverständnis zur Datenspeicherung zurückzuziehen.

Reding erhofft sich durch die Verordnung, den Datenschutz sicherer, günstiger und vertrauensfördernd zu gestalten. Zudem soll sie wirtschaftliche Vorteile bringen: Die Fragmentierung der Datenschutzrichtlinien würde Unternehmen aktuell 2,4 Mrd. Euro kosten, so Reding. Begrüßt wurde der Entwurf bisher vor allem von Verbraucherschützern und großen Internetkonzernen. Verbraucher versprechen sich vom Kommissionsentwurf ein europaweit höheres Schutzniveau, die global bzw. europaweit agierenden Unternehmen verbesserte Rechtssicherheit und einen einheitlichen europäischen Regulierungsraum mit weniger Bürokratie. Dem gegenüber stehen Forderungen aus dem deutschen Mittelstand, Ausnahmen zuzulassen, um kleinere und mittlere Unternehmen zu schonen, die nicht über die Ressourcen und die Reichweite der großen Konzerne verfügen. Mehr

 

 

 

Digitale Politik verändert Machtstrukturen

Paneldiskussion „Digital Policies“ mit Nicolas Princen (Berater von Nicolas Sarkozy), Alec Ross (US State Department), Katie Stanton (Twitter), Rohan Silva (Berater von David Cameron), Khaled El-Mufti (e-Lybia); moderiert von Felix Marquardt (Atlantic Dinners), 23.01.2012

Neue Technologien und insbesondere soziale Medien bewirken eine Verlagerung der bekannten Machtstrukturen. Hierarchien wurden aufgebrochen und haben zu einer Ermächtigung der Bevölkerung geführt. Während Bürger nun direkt mit Entscheidungsträgern und Institutionen in Kontakt treten können, müssen Regierungen entscheiden, wie sie mit der neuen Machtverschiebung umgehen wollen. Meinungsfreiheit und aktive Beteiligungsmöglichkeiten stehen hierbei der Kontrolle, Überwachung und Eingrenzung der Bürger gegenüber.

Digitale Technologien bilden eine Chance, die eigene Regierung zu modernisieren und die Wirtschaft anzukurbeln. Neben Initiativen rund um das Thema e-Learning bildet z.B. die Open Government Initiative data.gouv.fr einen zentralen Pfeiler von Frankreichs digitaler Agenda. Ziel ist es, einen Beitrag zu transparenter und verantwortungsbewusster Regierungsführung zu leisten.

Auch für die britische Regierung birgt die Veröffentlichung von staatlichen Datensätzen eine Chance, dem Recht der Bürger auf Information nachzukommen. Mit dem Ansatz einer „open source“ Politik soll der britischen Bevölkerung ein größeres Mitspracherecht bei politischen Entscheidungen eingeräumt und ihr Expertenwissen aktiv eingebunden werden. So forderte die Regierung etwa Mitarbeiter des öffentlichen Sektors dazu auf, Vorschläge für Sparprogramme einzureichen. Die über 300.000 Antworten werden nun ausgewertet und bei der Budgetplanung einbezogen.

Anders als moderne und gefestigte Demokratien wie Frankreich oder Großbritannien stehen die Länder des arabischen Frühlings vor der Herausforderung, die digitale Agenda und Infrastruktur parallel zu den neuen politischen Strukturen aufbauen zu müssen. In Libyen hat sich hierzu die Initiative e-Lybia gegründet, die das Land unter der Leitung von Khaled El-Mufti in den Bereichen open government, e-government, e-commerce, und e-Learning zukunftsorientiert aufstellen möchte. Als zentraler Akteur während der libyschen Revolution sorgte Khaled El-Mulfti mit Hilfe des US State Departments dafür, eine von der damaligen Regierung nicht zensierte und überwachte Kommunikationsinfrastruktur für die Aktivisten aufzubauen.

Mit der Zielsetzung, Internetfreiheit weltweit zu unterstützen, hat das US State Department bislang 70 Mio. US-Dollar investiert, um Aktivisten vor der Überwachung autokratischer Staaten zu schützen. Neben dem „Internet Suitcase“, das in Libyen zum Einsatz kam, entwickelte das State Department einen „Panic Button“ für das Smartphone. Die Anwendung ermöglicht es, die gesamte Kommunikationshistorie mit einem Knopfdruck vom Telefon aus lokal zu löschen, in der Cloud als Sicherheitskopie zu speichern, das eigene Netzwerk zu warnen und so andere vor Polizei oder Regierungsmitgliedern zu schützen.

Das Beispiel der amerikanisch-libyschen Kooperation zeigt, dass digitale Politik und digitale Diplomatie über die nationalen Grenzen hinaus ihre Wirkung entfalten können und müssen. Da soziale Medien auf der freien Kommunikation aller Nutzer basieren, müssen Regierungen ebenso wie alle anderen Nutzer eine Mentalität der Offenheit annehmen und bereit sein, ein gewisses Maß an Kontrolle abzugeben.

 

 

Social Media als Wachstumstreiber der Wirtschaft

Sheryl Sandberg (Facebook): Keynote, 24.01.2012

In regelmäßigen Abständen prophezeien Medien- und Technologieexperten das nahende Ende des Social Media Hype. Erfolgreiche Netzwerkdienste wie Twitter oder YouTube sollen an Schwung verloren haben. So deutet eine Studie zum Nutzungsverhalten sozialer Medien etwa auf eine Ermüdung der Nutzer: 31% der jungen, mobilen und markenbewussten Nutzer fühle sich zunehmend gelangweilt von dem Angebot sozialer Medien.

Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer von Facebook, sieht soziale Medien weit entfernt von einer Trendwende. Ihrer Meinung nach sind soziale Medien aufgrund von drei zentralen Veränderungen im Nutzungsverhalten fest in unserem Alltag verankert: Zum einen trägt der Wandel von Anonymität hin zu „authentischer Identität“ dazu bei, dass die Online-Aktivitäten von Nutzern zunehmend den Aktivitäten des realen Lebens entsprechen. Zum anderen haben soziale Medien die Informationsbeschaffung um eine soziale Komponente erweitert: Während zuvor eine „anonyme Masse“ die eigene Informationsauswahl maßgeblich beeinflusste, gewinnt die „Weisheit der Freunde“ einen höheren Stellenwert bei Nutzern. Der Übergang von der Rolle des Empfängers zur Rolle des Senders ermächtigt die Nutzer zudem dazu, ihrer Stimme Kraft zu verleihen und die Trennung zwischen Institutionen und Individuen aufzubrechen.

Der Einfluss sozialer Medien macht sich auch bei der Öffnung traditionell geschlossener Prozesse bemerkbar: In einer weltweit ersten und einzigartigen Weise hat sich die isländische Regierung dazu entschieden, die Staatsverfassung mittels Crowdsourcing-Verfahren durch das Volk überarbeiten zu lassen.

Neben den zahlreichen Veränderungen für Nutzer ergibt sich aus dem Erfolg sozialer Netzwerke vor allem auch eine beträchtliche Chance für wirtschaftliches Wachstum. Laut einer von Facebook in Auftrag gegebenen Analyse des wirtschaftlichen Einflusses von Facebook in Europa, hat das weltweit größte soziale Netzwerk einen Bruttoumsatz von 32 Mrd. Euro in Europa ermöglicht und zur Schaffung von 232.000 Stellen beigetragen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen könnten von Facebook im Sinne ihrer Markenbildung, Zielgruppenansprache und Reichweite profitieren, so Sandberg.

 

 

Internet-Unternehmen auf globalem Expansionskurs

Paneldiskussion „The Big Picture“ mit Greg Greeley (amazon), Paul-Bernhard Kallen (Hubert Burda Media), Arkady Volozh (Yandex), Dimitry Grishin (Mail.ru Group), Niklas Zennström (Atomico); moderiert von David Kirkpatrick (Techonomy Media), 23.01.2012

Erfolgreiche Internetunternehmen können heute potentiell überall auf der Welt entstehen, nicht nur im Silicon Valley. Niklar Zennström sieht das Hauptwachstum in den kommenden Jahren in den Schwellenländern – allen voran den BRIC-Staaten. Wenn das Produkt allerdings Inhalte oder E-Commerce umfasst, dann wird es weiterhin eine starke lokale und regionale Komponente geben. Unternehmen brauchen eine interne Startup-Kultur und einen kritischen Verwaltungsrat – nur so können sie auf die sich schnell ändernden Rahmenbedingungen im digitalen Zeitalter reagieren.

Ein großer Trend ist die Expansion lokaler Internet-Größen in ausländische Märkte. So kommt für den weltweit größten Suchmaschinenbetreiber Google Konkurrenz aus den regionalen Märkten. Das russische Unternehmen Yandex hat einen Marktanteil in Russland von 60% (Google ca. 20%) und bei seinem Börsengang an der Wall Street mehr als 1,3 Mrd. Dollar eingenommen. Erst kürzlich hat das Unternehmen erfolgreich in die Türkei expandiert. Auch in China hat Google mit seinem Marktanteil zu kämpfen. Führend ist hier Baidu mit einem Marktanteil von 63%. In Europa selbst gibt es kaum große Konkurrenz für Google. Der Email-Dienst „Mail.ru“, betrieben von dem Internetdiensteanbieter Mail.ru Group, dominiert den russischen Markt. Als einen Zukunftsmarkt identifiziert Dimitry Grishin den Bereich Online-Bildung – so könnten Weiterbildungen und Kurse online abgehalten und gestaltet werden. Während China in einem geschlossenen Markt operiert, gibt es in Russland eine starke lokale und globale Konkurrenz, gegen die sich die Bildungsanbieter durchsetzen müssen.

Was die breite Nutzung digitaler Medien angeht, gibt es nach wie vor Hürden. Während in Russland die Internetnutzung zwar hoch ist, ist der Bereich der Zahlungen und Zustellungen praktisch inexistent, so Arkady Volozh. Auch aus diesem Grund seien Amazon und eBay in Russland bislang nicht verfügbar.

Die digitale Wirtschaft wachse in Europa zwar stetig, aber immer noch zu langsam, beklagt Paul-Bernhard Kallen. Er begrüßte die Rede von Vivianne Reading (siehe Beitrag „Die Zukunft des europäischen Datenschutzes“), denn eine gemeinsame Datenschutzbestimmung für die EU-Mitgliedsländer sei sinnvoll, um das digitale Wachstum zu steigern.

 

 

Der afrikanische Markt I: Internetnutzung in den Kinderschuhen

Joseph Mucheru (Google Africa): Lights on Africa, 24.01.2012

Afrika beheimatet 14% der weltweiten Bevölkerung, aber nur 2% der globalen Internetnutzer. Der Kontinent weist mit seinen 823 Mio. Bewohnern eine Mobilfunkverbreitung von 43% auf, die Internetverbreitung liegt hingegen nur bei 9%. Das Marktpotential ist groß: ca. 40% der afrikanischen Bevölkerung ist jünger als 18.

Was die Internetnutzung in Afrika angeht, so erklärt Joseph Muchero von Google Africa, gibt es nach wie vor große Hürden: Der Internetzugang ist weiterhin sehr teuer und langsam. Für eine aktive Internetnutzung mangelt es an lokal generierten Online-Inhalten. Die Anzahl lokaler Domänen pro 100.000 Einwohner liegt in Deutschland bei 6.640, in Südafrika hingegen nur bei 657. Im weltweiten Durchschnitt kommt eine Top-Level-Domain auf 94 Personen, in Afrika liegt die Zahl bei 10.000. Die verschiedenen Sprachen – in Südafrika allein werden mehr als 2000 Sprachen gesprochen – und die kulturelle Diversität erschweren zudem den schnellen und breiten Informationsaustausch über das Netz. Weniger als 1% haben Zugang zur Festnetz-Internetverbindung, mobiles Internet und somit auch Mobile Banking sind hingegen weitaus verbreiteter. Mobile Zahlungsdienste wie die kenianische M-Pesa stellen ganze Bankensektoren auf den Kopf.

Google setzt auf Programme mit afrikanischen Universitäten und der Entwicklung eigener Inhalte durch Programme wie Google Baraza und Google Trader (in Ghana, Nigeria, Uganda und Kenia). Das speziell auf den afrikanischen Markt zugeschnittene Google Umbono hilft privaten Investoren die besten Business-Ideen online zu entdecken. Google konzentriert seine Aktivitäten hauptsächlich auf die großen Märkte Nigeria, Südafrika, Kenia, Ghana, Senegal und Uganda. Hier sind bereits große Fortschritte erzielt worden. Der Ausbau von Unterwasser-Kabeln hat den Preis für Breitbanddienste in den vergangenen drei Jahren in Kenia und Nigeria um den Faktor 10 gedrückt. Die Herausforderung liegt nun bei den afrikanischen Binnenländern.

 

 

Der afrikanische Markt II: Energiegewinnung mit neuen Ideen

Jamie Drummond (ONE), Olafur Eliasson (Little Sun): Lights on Africa, 24.01.2012

In bestimmten Bereichen, wie dem Impfschutz und der Einschulungsrate, sind in vielen Entwicklungsländern enorme Fortschritte erzielt worden. Doch wenn man sich die Energieversorgung ansieht, fällt auf, dass nach wie vor über ein Fünftel der Weltbevölkerung und 90% der Haushalte in ländlichen Gebieten keine Stromversorgung haben. Dies wirkt sich dramatisch auf die wirtschaftliche Entwicklung, das Unternehmertum, die medizinische Versorgung und die Schulausbildung aus. Wer kein Licht zum Lernen hat, kann auch abends keine Schulaufgaben machen, so Jamie Drummond.

Die Chancen für Afrika liegen in den grünen Technologien – Geothermie, Hydro, Solar, Wind. Bislang werden nur 0,6% Erdwärme, 2% Windenergie und 7% Hydroenergie genutzt. Die Investitionen in erneuerbare Energien sind von 750 Mio. US-Dollar in 2009 auf 3,6 Milliarden US-Dollar in 2010 angestiegen – die Prognose für 2020 liegt gar bei 60 Mrd. US-Dollar. Auch die EU legt bei ihrer Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika einen Fokus auf die Energiemärkte. Die Weltbank sagt währenddessen voraus, dass Afrika einmal der Hauptmarkt für tragbares, solarbetriebenes Licht sein wird. Osram und Siemens betreiben bereits heute in Kenia Pilotprojekte für Lichtversorgung.

Vor diesem Hintergrund entsteht momentan das Projekt „Little Sun”, das voll und ganz auf netzferne und erneuerbare Energieerzeugung in Afrika setzt. Die „Little Sun“, eine von Olafur Eliasson entwickelte solarbetriebene Lampe, kann mittlerweile für 9 Dollar pro Stück produziert werden und hält bei regelmäßigem Aufladen drei Jahre. Die Kosten für eine Kerosinlampe ist 325 Mal höher als für eine Glühlampe, ganz abgesehen von den CO2-Emissionen, die die Kerosinlampen produzieren.  Die „Little Sun“ ermöglicht somit nicht nur Zugang zu Licht und Strom für die ärmste Bevölkerungsschicht Afrikas, sondern verbindet dies gleichzeitig in beeindruckender Weise mit umweltfreundlichen Technologien.

 

 

Changemaker: Unternehmerische Ideen für sozialen Wandel

Paneldiskussion „Changemaker“ mit Naif Al-Mutawa (Teshkeel Media Group), Rodrigo Baggio (Center for Digital Inclusion), Casey Fenton (CouchSurfing), Frank Rosenberger (Vodafone), Konstanze Frischen (Ashoka); moderiert von Matthew Bishop (The Economist), 23.01.2012

In der profitorientierten Geschäftswelt findet eine gut durchdachte Geschäftsidee schnell geeignete Investoren, die dabei helfen, das Projekt global wachsen zu lassen. Schließlich ergibt sich auch für die Investoren bei erfolgreicher Umsetzung ein finanzieller Gewinn. Für Sozialunternehmen hingegen bildet gerade die Skalierung eine der größten Herausforderungen, da nicht die Gewinnmaximierung des Unternehmens sondern der Beitrag zu sozialem Wandel im Vordergrund steht.

Der Begriff Sozialunternehmertum beschreibt eine unternehmerische Tätigkeit mit dem Ziel, innovativ, pragmatisch und langfristig soziale Problemstellungen zu lösen. Soziale Innovationen verharren zu oft auf lokaler oder nationaler Ebene, obwohl die Unternehmer das Potential hätten, global zu agieren. Dem Sozialunternehmertum fehlt es an globaler Vernetzung, funktionierenden Mentorenprogrammen mit der Wirtschaft und sektorübergreifenden Kooperationen. Initiativen wie das Ashoka Globalizer Programm sind notwendig, um Sozialunternehmer dabei zu unterstützen, das vollständige Marktpotential ihrer Idee zu erkennen, innovative Umsetzungsstrategien kollaborativ zu entwickeln und ein weltweites Netzwerk zur Skalierung der Ideen aufzubauen.

Rodrigo Baggio, Initiator des Center for Digital Inclusion in Brasilien und Ashoka Fellow, sieht vor allem die Qualitätssicherung bei der globalen Skalierung als Herausforderung. Im Sinne eines „social franchising“ müssten Sozialunternehmer darauf achten, die Projekte an das jeweilige kulturelle Umfeld anzupassen und das lokale Personal in der angewandten Methodik zu schulen. Zudem kann die gewählte Organisationsform, laut Casey Fenton, Initiator von CouchSurfing.com und ebenfalls Ashoka Fellow, die Idee daran hindern, global zu wachsen. Das Online-Netzwerk, das durch die Vermittlung einer kostenlosen Unterkunft einen Beitrag zum kulturellen Austausch liefern möchte, war zunächst als gemeinnützige Organisation registriert und daher ausschließlich über Spendengelder finanziert. Mit Blick auf die Umsetzung eines weltweiten sozialen Netzwerks konnte diese finanzielle Herausforderung laut Fenton nur durch den Wechsel in eine kommerziell ausgerichtete Unternehmensform überwunden werden.

Das Beispiel von CouchSurfing zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen Sozialunternehmen und rein kommerziellen Formaten sind. Das Konzept Sozialunternehmertum schließt einen finanziellen Unternehmenserfolg nicht aus. Ebenso wie Sozialunternehmer von anderen Geschäftsmodellen wertvolle Tipps zu Skalierung erhalten können, sollten global agierende Unternehmen die Ideen der „Changemaker“ aufgreifen und selbst gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

 

 

Die Methode Wikipedia: Digitaler Altruismus als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Jimmy Wales (Wikipedia), Pavel Durov (VK): In Conversation, 24.01.2012

Die finanzielle Zukunft von Wikipedia ist nicht vorauszusagen, aber Pavel Durov, CEO des erfolgreichen russischen sozialen Netzwerks VK, bezeichnet es als das bedeutendste von Menschen erschaffene digitale Projekt. Wikipedia ist bislang der beste Versuch, das Wissen aller zu sammeln und zu behalten. Um ein Zeichen für das oftmals unterschätzte Wikipedia zu setzen, spendet Pavel Durov kurzer Hand 1 Mio. Dollar an Wikipedia.

Wikipedia enthält strukturierte Informationen, nach denen Internetnutzer suchen. Während andere Projekte, so zum Beispiel Jabber – ein Instant-Messaging-Protokoll – und Skype, eher auf Kommunikation abzielen, stellt Wikipedia die Informationsaufbereitung und –vermittlung von Nutzern für Nutzer in den Vordergrund.

Die Kriterien Gier und Altruismus unterscheiden die verschiedenen Geschäftsmodelle. Während ICQ oder MyScace zur ersten Kategorie gehören, gilt Wikipedia als das altruistische, informative Modell. Bei nutzergenerierten Inhalten ist es besonders wichtig, dass die Community nicht den Eindruck bekommt, die Plattform sei „greedy“, indem sie beispielsweise Profit aus Werbung schlägt. Gelebter, nicht instrumentalisierter Altruismus ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines solchen Langzeitprojekts, glaubt Durov.

Tatsächlich nimmt Wikipedia in der globalen Internetsphäre einen besonderen Platz ein. Die hinter Wikipedia stehende Wikimedia-Foundation, eine Non-Profit-Organisation, hat sich der Förderung freien Wissens verschrieben und finanziert sich aus Spenden. Anders als Unternehmen wie Google, können bei Wikipedia Entscheidungen bottom-up statt top-down gefällt werden und es drohen bei politischen Aktionen keine Umsatzeinbusen, so ihr Gründer Jimmy Wales. So schaltete Wikipedia seine englischsprachige Website aus Protest über die Gesetzesinitiativen zu Urheberrechtsverletzungen im US-Senat, dem Stop Online Piracy Act – kurz SOPA – und dem Protect IP Act – kurz PIPA – in den USA, für einen Tag ab. Die Spender unterstützen grundsätzliche Werte wie ein freies und offenes Internet sowie die globale Wissensverbreitung und sind weniger an kurzfristiger Gewinnmaximierung interessiert.

Jimmy Wales begründet sein Auflehnen gegen die geplante SOPA-Gesetzgebung in den USA folgendermaßen: die Gesetzgebung wird nicht nur die USA betreffen, es könne „Nachahmereffekte“ zur Einschränkung des Internets in anderen Ländern geben. Als nächstes problematisches Themenfeld sieht er das internationale Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement). Die EU-Kommission habe die Möglichkeit das Abkommen zu stoppen und solle dies nutzen, so Wales. Pirateriebekämpfung brauche keine Zensuren und scheinbar technologische Lösungen, die nicht umsetzbar seien.

VK ist das größte soziale Netzwerk Europas. Vor allem in Russland verzeichnet es massives Wachstum und zählt heute 33 Mio. Besucher täglich (daily unique visitors). Es gehört nach Facebook, Google, Mail.ru laut comScore zu den vier meistbesuchten Webseiten in Europa.

 

 

Kreatives Kapital durch finanzielles Kapital richtig fördern

Paneldiskussion: Creative Capital mit Klaus Hommels (Lakestar), Philipp Freise (KKR), Bruce Aust (NASDAQ), Timothy Draper (Draper Fisher Jurvetson); moderiert von Henry Blodget (Business Insider), 23.01.2012

Berlin zieht aufgrund moderater Lebenshaltungskosten und niedriger Lohnkosten als in anderen Startup-Zentren wie London vermehrt junge Entrepreneurs an. Die Netto-Zuwanderung junger Menschen im Alter von 20-35 Jahren nach Berlin ist innerhalb eines Jahres von 875 (Q1 2010) auf 3.905 (Q1 2011) gestiegen. Das Silicon Valley bekommt zunehmend internationale Konkurrenz.

Klaus Hommels, einer der erfolgreichsten Internetinvestoren in Europa, sieht durch das Entstehen neuer Tech-Hubs das Modell eines fragmentierten, länderspezifischen Markteintritts als überholt an. Vermehrt kommt es zu weltweiten oder zumindest überregionalen Markteinführungen mit breit aufgestellten Produktangeboten und strategischen Partnerschaften.

Damit diese Internet-Ökosysteme erfolgreich sind, benötigen sie jedoch eine starke finanzielle Komponente. Hier liegt Deutschland noch weit hinten. Es mangelt nach wie vor an einem ausgeprägten Markt für Wagniskapital. Während es pro Kopf in den USA 76 US-Dollar und in Israel sogar 114 US-Dollar beträgt, liegt das Wagniskapital in Europa bei gerade einmal 10 US-Dollar. Das Silicon Valley bleibt mit 1.800 US-Dollar absoluter Spitzenreiter.

Es bedarf realistischer Erwartungen an einen potentiellen Börsengang und solider Geschäftsmodelle. Durch hohe Investitionen kommen vor Börsengängen teilweise Überbewertungen zustande, wie das Beispiel Groupon zeigte. Hier konnten die geschürten Erwartungen nicht erfüllt werden und das Unternehmen erklärte einen Verlust in Höhe von 351 Mio. US-Dollar.

Während in den USA von 2009 auf 2011 die Zahl der Aktiengesellschaften um 11% stieg, waren es in Europa nur 2%. Dennoch ist auch in den USA die Krise der Kapitalmärkte zu spüren. Der Markt für Börsengänge war in den USA praktisch geschlossen. Aufgrund restriktiver Regulatorien liegt die Marktkapitalisierung in den USA bei mindestens 1 Mrd. US-Dollar.

Doch Kapital alleine reicht nicht aus – der Risikokapitalgeber muss auch als Ideengeber und Berater fungieren. Die Bedeutung eines geeigneten Finanzierungspartners für die Startup-Unternehmen ist nicht zu unterschätzen, darin ist sich das Panel einig. Die Korrelation zwischen einem richtigen Finanzierungspartner und dem damit verbundenen Erfolg für ein Internetunternehmen liege gar bei 70-80%.

 

 

Erfolgsgeheimnis der Tech-Startups: Wohlfühlfaktor und Anpassungsfähigkeit

Paneldiskussion: Secrets Of Success mit Michael Acton Smith (Mind Candy), Jens Begemann (wooga), Jenn Lim (Delivering Happiness), Alexander Ljung (Soundcloud), Kaj Bolik (GameDuel); moderiert von Liz Gannes (All Things D), 23.01.2012

Während umsatzstarke DAX-Unternehmen ihren Erfolg primär anhand finanzieller Kennzahlen messen, wächst eine Riege junger, technologieaffiner Entrepreneurs heran, für die eine nachhaltige Unternehmenskultur und Zufriedenheit von Mitarbeitern einen besonderen Stellenwert einnehmen. Zusammengefasst unter dem Schlagwort „Social Success“ erweitern junge Startups die Liste der klassischen Key Performance Indikatoren (KPI) um soziale Komponenten.

Soziale Plattformen sind per Definition auf die aktive Beteiligung und Interaktion ihrer Nutzer angewiesen. Für den Gründer von Soundcloud, Alexander Ljung, dreht sich daher auch bei der Erfolgsmessung alles um die Nutzer. Nur wer das Nutzungsverhalten versteht, kann die Funktionsfähigkeit der eigenen Plattform voll ausschöpfen. Um mehr über die Vorlieben der Nutzer zu erfahren, betrachtet Soundcloud zum Beispiel die Anzahl einzelner Tags. Die Vielfalt an Tags ermögliche Rückschlüsse auf einen breit gefächerten Nutzerkreis, so Ljung.

Doch die zufriedensten Nutzer nützen nichts, wenn die eigenen Mitarbeiter nicht professionell arbeiten. Allen Startups scheint gemein, dass sie besonderen Wert auf ein Gemeinschaftsgefühl und eine kreative Umgebung legen. Sofas im Konferenzraum, bunte Wände und eine aktive Einbindung der Mitarbeiter sollen das Wohlbefinden des Mitarbeiterstamms steigern. Folgt man Jenn Lim, Chief Happiness Officer der Firma Delivering Happiness, so ist das Glücklichsein als essentieller Teil der Firmenkultur zu verstehen. Die empirische Forschung zeige, dass glückliche Mitarbeiter produktiver sind und sich mehr im Job engagieren. Eine Investition in die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter schlägt sich auch langfristig im Unternehmenserfolg nieder.

Wer aber nun glaubt, dass Startups nicht an einer Gewinnmaximierung interessiert sind, irrt. Finanzielle Stabilität ist besonders für junge Unternehmen von großer Bedeutung, so Michael Acton Smith von Mind Candy, einer der weltweit erfolgreichsten Social Gaming Unternehmen. Doch bis sich der finanzielle Erfolg einstellt, bedarf es harter Arbeit, viel Zuversicht und die Fähigkeit, auch nach einem Misserfolg den Glauben an das Team, die Idee und das Unternehmen nicht zu verlieren. Gerade die Schnelllebigkeit der Technologiebranche ist eine große Herausforderung für aufstrebende Unternehmen. Kaj Bolik berichtet, dass GameDuel das gesamte Geschäftsmodell umstellen musste, als Facebook auf den Markt kam. Für ihn bildet daher die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens den Schlüssel zum Erfolg.

 

 

Mobile Geldbörsen werden massenkompatibel

DLD Research/StrategyFacts: NFC Payments and Marketing Innovation, Januar 2012
Jennifer Schenker (Informilo): A global exchange for personal data, 23.01.2012

90% der über 16-jährigen deutschen Internetnutzer besitzt mindestens ein Handy. Der Smartphone-Anteil liegt dabei derzeit bei 30% – Tendenz steigend. Konsumenten in Deutschland lernen die Vorzüge des mobilen Internets zu schätzen; so werden mobile Zahlvorgänge immer beliebter. Im Oktober 2011 besuchten 13,6 Mio. Verbraucher in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien eine Einzelhandels-Webseite mit ihrem Smartphone. Mit Hilfe einer neuen Technologie soll das mobile Bezahlen nun massenkompatibel werden.

Near Field Communication (NFC) ist ein internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Entfernung. Eingesetzt als Lösung für bargeldlose Zahlungen transformiert NFC das Smartphone in eine mobile Geldbörse. Experten aus dem Technologie und Bankensektor sind laut einer StrategyFacts-Umfrage überzeugt, dass NFC innerhalb der nächsten drei Jahre zum Standard gehören wird. Verbraucher könnten von der Bündelung mehrerer Funktionen in einem Endgerät, personalisierter Dienstleistungen und Angebote sowie von einem vereinfachten und benutzerfreundlichen Zahlungsvorgang profitieren.

Doch das große Interesse von Internetriesen wie Google und Facebook, einen Nutzen aus NFC zu ziehen, schürt Bedenken, da NFC-Technologien auch das Speichern zahlreicher Nutzerdaten ermöglichen. Mit der Sammlung, Analyse und Monetarisierung persönlicher Daten lässt sich Umsatz generieren. Daher gilt es, dem Zweifel vieler Verbraucher und Datenschützer entgegenzuwirken.

Banken könnten in Zukunft eine wichtige Rolle in der Sicherheit der Datenübermittlung spielen. Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications (SWIFT) plant die Expansion in das Feld des „Data Banking“ – die Sicherung aller Arten der digitalen Transaktion. Mit der kollaborativen Innovationsgruppe Innotribe soll die kollektive Intelligenz der SWIFT Community gebündelt werden, um neue Ideen und Projekte zu entwickeln. Ein solches ist das sogenannte Digital-Asset-Grid (DAG), das auf die Selbstbestimmung jedes Einzelnen über seine Daten setzt. Mit ihrem bestehenden sicheren Netzwerk zum Geldaustausch zwischen Banken verfügt SWIFT über die nötige Infrastruktur, um das Transaktionssystem auch auf persönliche Daten auszuweiten.

Hinter dem Projekt DAG stecken viele kreative Köpfe, die dem Projekt zum Erfolg verhelfen möchten. Hierfür braucht es die richtige Technologie, rechtliche Rahmenbedingungen und ein Geschäftsmodell, das allen Akteuren einen Mehrwert verspricht: Banken, sozialen Netzwerken, Telekommunikationsunternehmen und Endverbrauchern. Bis März soll ein erster Prototyp erscheinen. Die umfassende Markteinführung könne jedoch noch fünf Jahre dauern, so Peter Vander Auwera, Leiter der Innovationsbranche von SWIFT und Treiber von DAG.

 

Kommentarbereich geschlossen.






Außenpolitik für alle!

Die Atlantische Initiative will einen Beitrag zur Stärkung der außenpolitischen Kultur in Deutschland leisten. Mitgestaltung außenpolitischer Prozesse muss für alle möglich sein. Dafür ist es wichtig, alle Teilbereiche der Gesellschaft besser zu vernetzen. Besonders liegt uns die Förderung von Partizipationsmöglichkeiten für die junge Generation am Herzen. Um unser Motto mit Leben zu füllen, haben wir eine Reihe von Projekten entwickelt. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.

Archiv