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Deutschlands Agenda

Offener Brief an Gabriele Krone-Schmalz zur Frage, wie man Russland verstehen kann

Matthias Freise │ 04. März 2015



Sehr geehrte Frau Krone-Schmalz,

Sie haben ein Buch publiziert mit dem schönen Titel Russland verstehen (Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens. C. H. Beck, München 2015).

Ich bin seit der Aufnahme meines Slavistik-Studiums 1978 bis zum heutigen Tag, als Professor für Slavische Philologie an der Universität Göttingen jemand, den man einen Russland-Versteher nennen könnte. Viele Monate meines Lebens habe ich in Moskau, Petersburg und der russischen Provinz verbracht, ich publiziere inzwischen fast nur noch auf Russisch, zu Kolleginnen und Kollegen von 20 verschiedenen Universitäten von Petersburg bis Cheljabinsk unterhalte ich nicht nur kollegiale, sondern auch freundschaftliche Beziehungen. Meine Liebe zu Russland wurde geboren aus der Liebe zur russischen Literatur, dieser in der Welt einmaligen Kombination tiefen Nachdenkens mit artistischer Virtuosität. Und gerade weil ich Russland liebe, lassen mich die Ereignisse seit der Annektion der Krim nicht mehr ruhig schlafen. Diese Ereignisse und die mediale Begleitmusik dazu aus den staatlichen Medien der Russischen Föderation fügen mir einen geradezu physischen Schmerz zu.

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Deutschlands Agenda

Die Atlantiker müssen die Deutungshoheit zurückgewinnen

Marco Kellermann │ 19. Februar 2015



Marco KellermannEine geopolitische Landkarte, zentriert auf Europa und Asien. Darauf das NATO-Symbol, verstreut auf viele Länder. Es soll die Umzingelung Russlands suggerieren. Kommentiert mit einem zynischen Spruch, wie nahe die Russen ihr Land an die NATO-Militärstützpunkte herangerückt hätten. Zudem in der Ecke ein Stop-TTIP-Logo.

Die Karte kam in Form einer Email zu mir. Im Betreff stand „Russland“ und dazu ein Zwinkersmiley. Aber nicht, weil der Absender es als Scherz verstanden haben wollte, sondern weil er weiß, dass ich es eben gar nicht als solchen verstehe. In meinem Umfeld ist bekannt, dass ich für die transatlantische Partnerschaft und für den Freihandel mit den USA und Kanada argumentiere. Dabei erzeugen meine prowestlichen Äußerungen mehr Verwunderung und Gegenwehr, als das Russlandverständnis des Emailabsenders.

Die NATO ist kein Staat
Ich bin sehr froh, dass die Geschichte die NATO-Standorte und nicht die mit Hammer und Sichel weiter verbreitet hat. Das Bündnis stand aber innerhalb seiner Mitglieder in den letzten Jahren zur Diskussion, weil es aufgrund des scheinbar fehlenden Feindes nicht mehr zeitgemäß erschien. Gezielte Expansionsbestrebungen sehen anders aus. Zudem ist die NATO ein Zweckbündnis von Staaten und kein Staat. Die NATO Mitglieder sind freiwillig im Bündnis und nicht per militärischer Eroberung dazu gekommen. Die NATO kann also mit Russland nicht verglichen werden und somit können auch keine Expansionen verglichen werden. Und wirklich glücklich wäre ich, wenn es auf unserer Weltkarte nicht mehr um Militärstandorte, sondern um global durchgängige Handelswege gehen würde. Weiterlesen

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Aktuell, Atlantic Community

Atlantic Community diskutiert die Cloud

Redaktion │ 10. Februar 2015



Atlantic-community.org, der Open Think Tank der Atlantischen Initiative, führt zur Zeit einen Themenmonat zu Chancen und Risiken von Cloud-Technologien und  -Regulierungen im Rahmen unseres neuen Projektes “Transatlantic Digital Dialogue” durch. Konkret gehen wir der Frage nach: “How could EU lawmakers approach cloud computing and data privacy regulation so that technological innovation and growth can still occur alongside compliance and protection against abuse?”

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Deutschlands Agenda

Merkel: TTIP in unserem Interesse

Redaktion │ 09. Februar 2015



Kate Lindemann, ehemalige Praktikantin der Atlantischen Initiative, hat Bundeskanzlerin Merkel zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), zur der Reduzierung der US Mittel für ein deutsch-amerikanisches Austauschprogramm, und zu Fremdenfeindlichkeit bzw. Rassismus in Deutschland und den USA befragt.

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Deutschlands Agenda

Die EU und Russland müssen Prinzipien des Zusammenlebens trennscharf diskutieren

Sascha Knoepfel │ 27. Januar 2015



Daniel FlorianAm 22. Januar 2015 fordert der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, einen internationalen Dialog über das zukünftige Zusammenleben in Europa. Ein Thema, dessen Dringlichkeit durch die Ukraine-Krise erneut deutlich wird. Grinin war Redner auf der  3. Young Leaders Konferenz „Die deutsche Sicherheitspolitik in der öffentlichen Diskussion“ auf Einladung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).

Diesen thematischen Dialog zu führen ist richtig und wichtig, er ist allerdings nur dann zielführend, wenn alle Seiten klar die Prinzipien des Miteinanders ausformulieren. Anlass der Diskussion ist eine Konferenz für den Nachwuchs in der deutschen Sicherheitspolitik, die Argumente haben jedoch Relevanz für führende Politiker und sind von europäischer Tragweite. In der ersten Diskussionsrunde des Tages attestiert der russische Botschafter Grinin den Bedarf an einem Dialog zwischen den europäischen Staaten. Kern solle das Zusammenleben auf dem Kontinent in der Zukunft sein. Der Argumentationslinie von Russlands Präsident Vladimir Putin folgend, erwähnt er die russische Gesprächsbereitschaft und vergangene inhaltliche Vorschläge in diesem Kontext, wie jenen zum Europäischen Sicherheitsvertrag, welcher von europäischer Seite nur bedingt aufgenommen worden sei.

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