Juli 2011: Schwerpunkt Weibliche Führungskräfte

Redaktion │ 09. November 2011



Liebe Leser,

Norwegen, Frankreich, Spanien, Island, Niederlande, Belgien, Italien: die Liste der Länder mit Quotenregelungen für weibliche Führungskräfte in Aktiengesellschaften wird immer länger. Auch in Deutschland hat das Thema Frauenquote Fahrt aufgenommen. Allerdings teilt sich das Feld in zwei Lager. Die Einen fordern eine gesetzliche Quote zur Förderung von Frauen in Führungspositionen um den nötigen Druck zu erzeugen, während die Anderen freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf befürworten.

In Politik und Wirtschaft wird noch zu selten auf weibliche Führungsstärke gesetzt. Zwar sind mittlerweile 60% der deutschen Uniabsolventen weiblich, aber nur 3,6% der Vorstände und 11,8% der Aufsichtsräte in den 160 börsennotierten Unternehmen sind Frauen (Quelle: Women-on-board-Index). 60 dieser Unternehmen haben weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand eine Frau. In den USA haben nur 5% der 500 größten Unternehmen eine Frau an der Spitze. Auch in der Politik gibt es noch Verbesserungsbedarf: weltweit sind bislang erst ca. 10% der Staatsoberhäupter weiblich.


Ein thematischer Schwerpunkt der diesjährigen DLDwomen Konferenz lag daher auf weiblicher Führungsstärke. In Vorträgen und Panels wurde unter anderem diskutiert, welche Führungsqualitäten Männer und Frauen brauchen, wovon der Erfolg eines Unternehmens abhängt und wie der Hälfte der Talente (nämlich Frauen!) der Aufstieg in Unternehmen und Politik erleichtert werden kann. Hier präsentierten unter anderem die deutsche Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, und Kolleginnen aus Malaysia und Botswana ihre Vorstellungen zur Quoten-Diskussion.

Weitere Panels und Vorträge beschäftigten sich mit Innovation, Netzneutralität, neuen digitalen Technologien und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im Themenschwerpunkt Bildung wurden Initiativen präsentiert, die unter anderem mehr Frauen für technische Berufe begeistern sollen. Zum ersten Mal standen auch „harte“ Themen auf dem Programm: Frauen in Außen- und Sicherheitspolitik. In Kooperation mit der Atlantischen Initiative diskutierte die ranghöchste Frau in der NATO, Stefanie Babst, die Rolle weiblicher Streitkräfte in Auslandseinsätzen. Sie betonte die Notwendigkeit eines größeren Anteils weiblichen Personals in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

In der Februar-Ausgabe der Global Must Reads berichteten wir von der zentralen DLD Konferenz in München und den „Neuen Netzwelten“. In dieser Ausgabe widmen wir uns den Themen der DLDwomen Konferenz, die mit Selbstbewusstsein und neuen Ideen die oft zitierte Frauen-Dekade prägt.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihre

Dr. Johannes Bohnen            &                Jan-Friedrich Kallmorgen

Inhaltsverzeichnis
Frauen ermächtigen – durch Frauenquoten
Frauen ermächtigen – durch gezielte Förderung in Unternehmen
Netzneutralitätsdebatte: Vorfahrtsspur oder freie Fahrt für alle?
Frauen und Sicherheit: „Empowering“ auf allen Ebenen geboten
Kinder bilden sich selbst: Neue Technologien machen es möglich
Weibliche Entrepreneurs geben Tipps zur Unternehmensgründung
Auswirkungen des Waffenhandels auf die Sicherheit von Frauen
Riesige Datenmengen stellen Unternehmen vor Herausforderungen

Die ersten fünf Beiträge dieser Global Must Reads stammen von der diesjährigen DLDwomen-Konferenz (http://www.dld-women.com/), die vom 29. bis 30. Juni 2011 in München stattfand. Weibliche „role models“ standen hier im Mittelpunkt: Mehr als 100 Panelisten aus 20 Ländern und über 500 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Medien, Technologie, Gesellschaft, Gesundheit, Bildung und Wissenschaften diskutierten unter dem Motto „Innovation & Authenticity“ über die Position der Frauen in ihren Branchen und Arbeitsfeldern, über Bildungschancen, politischen Einfluss, technologische Innovationen und die Trends von morgen. Die von DLD Media organisierte Konferenz bietet den Frauen eine Plattform zum Austauschen, Netzwerken, Motivieren, gegenseitigen Mut zusprechen und zur Entwicklung neuer Business-Ideen.

 

 


Frauen ermächtigen – durch Frauenquoten

Ursula von der Leyen: Leadership Outlook – Views from Germany, 29.06.2011

 

Um den Anteil an Frauen in Führungspositionen zu erhöhen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranzubringen, hat die Politik verschiedene Anreize geschaffen – und stieß dabei nicht immer auf Zuspruch. In ihrer Position als Familienministerin führte Ursula von der Leyen 2007 das Elterngeld ein. Zuweilen als „Wickelvolontariat“ verpönt, nehmen mittlerweile 20% der Männer diese Transferzahlung in Anspruch. Beim Thema weibliche Führungskräfte stellt Ursula von der Leyen nun als Arbeitsministerin fest, dass eine freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen wohl nicht ausreicht, um den Anteil an Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, und spricht sich für eine Frauenquote aus.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zieht folgende ernüchternde Bilanz: waren vor 10 Jahren 2,5% der Vorstände in den Top-200-Unternehmen weiblich, sind es heute lediglich 3,2%. Bei den Top-100-Unternehmen sind es sogar nur 2,2%. Auf die Frage, warum so wenige Frauen in Vorständen sind, gibt die Wirtschaft verschiedene Erklärungsversuche:

1. Es gibt keine qualifizierten Frauen, die diese Positionen füllen könnten: Ursula von der Leyen verweist dazu auf Datenbanken mit potentiellen Mandatsträgerinnen in Aufsichtsgremien von Unternehmen oder Institutionen, wie sie der Verband Deutscher Unternehmerinnen erstellt. Diese würden das Argument, es gäbe schlichtweg nicht genug qualifizierte Frauen für derartige Posten, entkräften.

2. Es gibt zu wenig Frauen in technischen Berufen: Dazu verweist die Arbeitsministerin auf den geschlechterübergreifenden Fachkräftemangel. Auch erkläre dies nicht, warum in Finanzinstitutionen die Frauenrate in Führungspositionen ebenfalls niedrig ist.

3. Viele Frauen wollen keine Führungspositionen: Dies sei zwar zutreffend, gelte aber auch für viele Männer.

4. Unvereinbarkeit von Familie und Karriere: Auch wenn hier noch einiges zu tun ist, würden die wenigen Frauen, die bereits in Vorständen sind, mit gutem Beispiel vorangehen. Immerhin 80% sind verheiratet und zwei Drittel haben Kinder.

Die Voraussetzungen für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen sind besser denn je: 65% der jungen Universitätsabsolventen in Deutschland, 31% der Selbständigen und 25-30% des Führungspersonals im deutschen Mittelstand sind heute Frauen. In den Vorstandsetagen börsennotierter Unternehmen gibt es dennoch nach wie vor die so genannte „gläserne Decke“, die zu selten durchbrochen wird. Hier soll nun die von der Arbeitsministerin geforderte Frauenquote ansetzen. Bis 2018 sollen 30% der Vorstands- und Aufsichtsratsposten in börsennotierten Unternehmen mit Frauen besetzt werden. Bei der Frauenquote handele es sich um nicht weniger als einen Kampf um die besten Talente. Um junge Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzuholen, brauche es Karriereperspektiven. Daher zieht die Arbeitsministerin folgende Schlussfolgerung: „Nicht die Frauen brauchen die Quote, sondern das Land“.

Sie selbst sei nicht von Anfang an ein Fan der Quote gewesen, so von der Leyen. Aber die positiven Beispiele aus anderen Ländern, in denen die Quoten einen wahren Wandel bewirkt haben, belehrten sie eines Besseren. In Norwegen müssen seit 2008 mindestens 40% der Verwaltungsratsmandate von Frauen wahrgenommen werden. In Frankreich soll der Frauenanteil in Verwaltungsräten bis 2017 auf mindestens 40% ansteigen. Und auch in Italien werden börsennotierte Gesellschaften und Unternehmen mit staatlicher Beteiligung ab 2012 20% und ab 2015 30% der Aufsichtsratssitze Frauen überlassen müssen. Mehr

 

 


Frauen ermächtigen – durch gezielte Förderprogramme in Unternehmen

Kaspar Rorsted: Diversity means business, 29.06.2011

 

Langfristig ist ein anderes Instrument als die Frauenquote notwendig, davon ist Kaspar Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Henkel, überzeugt. Die Kategorisierung nach männlichen und weiblichen Mitarbeiten sowie die Rechtfertigung, anhand von Quoten Frauen einzustellen, sei keine kühne Geschäftsüberlegung. Letztendlich geht es um den Kampf, die besten Talente an sich zu binden. Bei Henkel steht der Begriff „Diversity Management“ daher nicht nur für die Förderung des weiblichen Geschlechts, sondern für die Suche nach den „Besten“ – egal welchen Geschlechts, welcher Nationalität oder Altersgruppe – um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Vielfalt darf jedoch nicht auf Kosten von Qualität vorangetrieben werden.

So spricht sich auch Henkels Aufsichtsratschefin, Dr. Simone Bagel-Tra, die jüngste und einzig weibliche Aufsichtsratschefin eines Dax-Konzerns, gegen eine Frauenquote aus. Henkel verzeichnet einen stetigen Anstieg des Anteils an Frauen in Führungspositionen. In den Jahren von 2003 bis 2009 stieg er von 21,9% auf 27% an. Dies ist unter anderem das Ergebnis moderner und flexibler Arbeitsmöglichkeiten: von Teilzeit- zu Telearbeit, über Home Office und Job-Sharing. Mit dem Elternzeitpass sollen Mitarbeiter in Elternzeit dem Unternehmen enger verbunden bleiben und einen raschen Wiedereinstieg schaffen.

Niemand sollte daran zweifeln, dass Frauen ebenso für Führungspositionen geeignet sind wie Männer, so Rorsted. Ein höherer Frauenanteil wirke sich zudem positiv auf die Rentabilität eines Unternehmens aus. Dies belegen zahlreiche Studien. Der Anstieg des Frauenanteils sei daher kein konzeptuelles Problem, sondern ein Problem der Umsetzung und der Ausführung. Mehr

 

In diesem Zusammenhang zeigt die vierte Studie der McKinsey-Reihe „Women Matter“, dass Maßnahmen nur dann tatsächlich umgesetzt werden, wenn die Unternehmensspitze hinter „Gender Diversity“ steht und das Thema in der Unternehmenskultur verankert ist. Mit Training-, Coaching- und Mentoring-Angeboten können die Karrieren weiblicher Nachwuchskräfte gefördert werden. Auch durch den Aufbau von Netzwerken können sich junge Mitarbeiterinnen mit Führungskräften austauschen. Des Weiteren braucht es Werkzeuge, um Ungleichgewichte aufzudecken und den Fortschritt zu messen. Von Rahmenbedingungen, wie sie Henkel durch Teilzeitangebote oder Job-Sharing anbietet, profitieren letztendlich alle Mitarbeiter. Sie wirken so als Katalysatoren für eine von Diversität geprägte Unternehmenskultur. (McKinsey: Women Matter 2010. Women at the top of corporations: Making it happen, Oktober 2010).

 

 


Netzneutralitätsdebatte: Vorfahrtsspur oder freie Fahrt für alle?

Dr. Angelika Niebler (Mitglied des Europäischen Parlaments), Dorothee Bär (CDU/CSU), Anke Domscheit-Berg (fempower.me), Géraldine de Bastion (newthinking communications GmbH), moderiert von Andrian Kreye und Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung): Das Internet zivilisieren?, 29. 06.2011

 

Auf dem von Nicolas Sarkozy einberufenen e-G8 Gipfel Ende Mai 2011 diskutierte der französische Präsident mit den weltweit wichtigsten Internetunternehmen seine Vorstellungen eines „zivilisierten“ Internets. Statt den offenen Dialog mit allen im Netz Beteiligten zu suchen, wurde die Zivilgesellschaft von dem Prozess ausgegrenzt, hieß es von vielen Seiten. Die Netzpolitik ist zwar in den höchsten politischen Entscheidungsebenen angekommen, doch die Ansichten zu Themen wie Datenschutz, Netzneutralität und Urheberrechte sind sehr unterschiedlich.

Zum einen dreht sich die netzpolitische Debatte um den Regulierungsbedarf. Die CSU-Europaabgeordnete Niebler will durchaus Spielregeln für das Internet aufstellen, die vor allem Monopolstellungen aufbrechen oder Profiling verhindern sollen. Allerdings müssten auch die deutsche Wirtschaft liberalisiert und Rahmenbedingungen für mehr Innovation geschaffen werden, um einen europäischen „Internet-Champion“ hervorbringen zu können. Nicht alles, was im Netz stehe, könne umsonst und frei zugänglich sein. Anke Domscheit-Berg hingegen sagt voraus, dass Versuche, das Internet einzugrenzen oder zu „zivilisieren“, erfolglos bleiben werden. Das Internet sei zwar etwas chaotisch, aber genau hierin lägen das kreative Potential und die Innovationskraft. Schließlich gebe es auch ohne staatliches Eingreifen durchaus funktionierende Regeln im Internet. Sie sieht das Internet als grundsätzlich unschuldiges Medium.

Géraldine de Bastion sieht im Internet keinen rechtsfreien Raum. Es gelten die gleichen Regeln und Gesetze wie in der realen Welt. Es gehe daher eher um eine effiziente Rechtsdurchsetzung. Statt das Internet zu „zivilisieren“ sollten vielmehr Medienkompetenz und der richtige Umgang mit dem Internet vermittelt werden.

Die Empfindlichkeiten der netzpolitischen Szene bringt Anke Domscheit-Berg auf den Punkt. Für das Internet sollte das gleiche gelten wie für Baumhäuser: Wer ohne Hilfe nicht reinkommt, sollte dafür auch keine Regeln machen. Viel Hoffnung setze sie in Public Partnerships, also gemeinsame Projekte von Verwaltung und Netzgemeinschaft, um die jeweiligen Vorbehalte sukzessive abzubauen. In dem vom Bundesministerium des Inneren geförderten Wettbewerb „Apps für Deutschland“ werden zum Beispiel Internetapplikationen oder mobile Applikationen („Apps“) prämiert, die auf Basis offener Daten der Verwaltung entwickelt werden.

Die netzpolitische Debatte wird laut Anke Domscheit-Berg zuweilen als Angstdebatte geführt. Statt die Chancen der Digitalisierung zu sehen, fürchte man zu viel Transparenz und Kontrollverlust. Spontane Demonstrationsaufrufe über soziale Netzwerke haben die enorme Mobilisierungsfähigkeit des Internets unter Beweis gestellt. Die kollaborativen Plagiatsdokumentationen VroniPlag Wiki und GuttenPlag Wiki haben gezeigt, dass Transparenz wichtige Politiker in Bedrängnis bringen kann. Niemand teile Macht freiwillig, so Domscheit-Berg. Daher müssten Versuche, Freiheiten im Internet zu beschränken um Macht zu erhalten, verhindert werden. Auf Seiten der Verwaltung gibt es nach wie vor Unsicherheiten und Vorbehalte gegenüber einer Öffnung, um mit Bürgern und der Wirtschaft in den Dialog zu treten. In den USA und Großbritannien hingegen wird der Dialog mit den Bürgern enthusiastisch angegangen und der positive Nutzen erkannt.

Für die Demokratie jedenfalls ist das Internet ein Segen, darin sind sich alle Panelteilnehmer einig. Man denke nur an die Rolle des Internets und von Social Media im Rahmen des „arabischen Frühlings“.

Das Internet ist mittlerweile zu einem integralen Bestandteil des täglichen Lebens und Arbeitens geworden. Es bedarf daher einer breiteren öffentlichen Debatte über die Grundversorgung und das Internet als Teil der dafür notwendigen Infrastruktur. Géraldine de Bastion sieht die Politik in der Pflicht, auch Geld in die Hand zu nehmen, um die Teilhabe allen Bevölkerungsschichten zu ermöglichen und eine digitale Kluft zu vermeiden.

Die Frage nach Netzneutralität und Fairness ist noch lange nicht geklärt. Netzaktivisten sehen in der Übermittlung von Datenpaketen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ein Scheinargument, um auf Wirtschaftsseite bestimmte Geschäftsmodelle durchzusetzen. Datenpakete sollten vielmehr unabhängig vom Absender gleichbehandelt werden. Der Abgeordneten Niebler fehlt hingegen die marktwirtschaftliche Komponente: Wer schnelleren Internetzugang möchte, sollte dafür auch mehr zahlen. Fairness im Markt gelte aber auch für die großen Internetprovider. Es könne nicht sein, dass durch bestimmte Geschäftspraktiken ungeliebte Konkurrenten aus dem digitalen Markt gedrängt werden. Mehr

 

 


Frauen und Sicherheit: „Empowering“ auf allen Ebenen geboten

Stefanie Babst (NATO), Abigail Disney (Fork Films), Zika Abzuk (Cisco), moderiert von Alison Smale (International Herald Tribune): Call to Action!, 29. 06.2011

 

Frauen gehören zu den von Kriegen und bewaffneten Konflikten am stärksten Betroffenen. Viele werden Opfer von Menschenhandel, gewaltsamen Auseinandersetzungen und sexueller Gewalt. Vergewaltigungen sind zu einem strategischen Mittel der psychologischen Kriegsführung geworden. In der Demokratischen Republik Kongo werden täglich mehr als 1.000 Frauen Opfer sexueller Gewalt und nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden weltweit jedes Jahr etwa 800.000 Frauen verschleppt.

Bei der Prävention und Lösung von Konflikten, bei der Friedenskonsolidierung und dem Wiederaufbau kommt Frauen eine wichtige Rolle zu. Doch wenn es um politische Teilhabe und Machtverteilung beim Wiederaufbau geht, werden sie nicht genug einbezogen. In den 22 Friedensverhandlungen der Vereinten Nationen waren nur 7,5 % der Beteiligten weiblich. Die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vor über zehn Jahren verabschiedete Resolution 1325 fordert daher den konsequenten Einbezug von Frauen auf allen Entscheidungsebenen der Konfliktbearbeitung und Friedensförderung.

Die Friedensbewegung Women of Liberia Mass Action for Peace, in der sich christliche und muslimische Frauen in friedlichen Protesten zusammenschlossen, konnte einen Regierungswechsel in Liberia bewirken und verhalf Ellen Johnson Sirleaf zur Wahl als erstes weibliches Staatsoberhaupt in Afrika. Der Umschwung, den die symbolisch in weiß kleideten Liberianerinnen bewirkten, soll auch in anderen post-konfliktären Ländern Frauen motivieren, für Frieden und Sicherheit zu kämpfen.

Um die zentralen Kräfte der Zivilgesellschaft zu identifizieren, braucht es auch auf der politischen und operativen Seite eine stärkere Einbeziehung von Frauen. Die NATO-Mitgliedsstaaten haben eine gender and diversity policy verabschiedet, um mehr weibliches Personal zu rekrutieren. Ihr Anteil in der NATO liegt zwar insgesamt bei 36,8%, auf Führungsebene allerdings bislang bei nur 17,2 %.

Das Training von Soldatinnen liegt nach wie vor in der Zuständigkeit der nationalen Regierungen. Im Rahmen des Mandats der International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan setzt die US-Armee vor allem im Süden des Landes bereits so genannte „Female Engagement Teams“ ein, die einen besseren Zugang zu den afghanischen Frauen ermöglichen und sie gezielt schützen sollen. In der US-Armee liegt der Frauenanteil bei 14%, während in Deutschland derzeit rund 9,3% der Bundeswehrsoldaten weiblich sind. Damit wird der im Gesetz zur Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten verlangte fünfzehnprozentige Anteil an Soldatinnen in militärischen Laufbahnen bislang verfehlt. Das Bundesministerium der Verteidigung erwartet auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht, dass diese Quote erreicht wird. Unter den rund 3.400 Freiwilligen, die am 1. Juli ihren Dienst bei der Bundeswehr antraten, lag der Frauenanteil bei nur 1,3%. Es gibt also nach wie vor zu wenig gut ausgebildete Soldatinnen, die gezielt zum Schutz von Frauen eingesetzt werden können. Mehr

 

Hinweis: Der Dokumentarfilm Pray the Devil Back to Hell erzählt die Geschichte der liberianischen Friedensaktivistinnen, die mit ihrem gewaltlosen Widerstand gegen Charles Taylor, den Bürgerkrieg in Liberia beendeten (http://praythedevilbacktohell.com/).

 

 


Kinder bilden sich selbst: neue Technologien machen es möglich

Sugata Mitra: Frontiers of Education, 30.06.2011

 

Der indische Erziehungswissenschaftler Sugata Mitra widmet sich seit 1999 auf innovative Weise dem Thema Bildung und erforscht die Möglichkeiten des Internets für selbstbestimmtes Lernen. Es begann zunächst mit einem Experiment („The hole in the wall“) in einem Slum von Neu-Delhi. Hier installierte er in einer Mauer einen Computer mit Internetzugang, der augenblicklich das Interesse der Kinder auf sich zog. Obwohl sie weder mit Computern oder dem Internet vertraut waren und größtenteils keine schulische Bildung genossen, lernten sie in kürzester Zeit den Umgang damit sowie das Surfen im Internet. In einem weiteren Experiment brachten sich die Kinder ohne jegliche Hilfe Englisch bei. Ihnen wurden auf Englisch Fragen gestellt, die Sie beantworten sollten. Die Kinder lernten sich im Internet zu bewegen, nach Antworten zu googeln, Lösungen zu finden und mittels Spracherkennungsdiensten in ihre regionalen Sprachen zu übersetzen. Da nur wenige Computer zur Verfügung standen, schlossen sich die Kinder in Gruppen zusammen, tauschten sich aus und halfen sich gegenseitig. So konnten sie selbst komplexe Fragestellungen zur DNA-Replikation lösen.

Prof. Mitras Forschungsergebnisse haben aber nicht nur in bildungsarmen Regionen für Anerkennung gesorgt (sein Projekt inspirierte den Oscarprämierten Film „Slumdog Millionaire“). Als Professor of Educational Technology an der University of Newcastle startete er im englischen Gateshead ein Projekt, in dem Schüler in Gruppen von vier Personen Fragen aus Prüfungen zur mittleren Reife lösen sollten – ohne Lehrer, aber dafür mit Google, Newsgroups und Wikipedia. Sie erzielten bemerkenswerte Ergebnisse: durch selbsterlerntes Wissen konnten die Schüler ca. 30% der Prüfungsfragen lösen. Den Vorwurf, dies sei kein nachhaltiges Lernen sondern reines Kopieren, widerlegt der Erziehungswissenschaftler ebenfalls. Als dieselben Tests Monate später durchgeführt wurden, dieses Mal ohne jegliche Hilfsmittel, erzielten die Kinder dieselben Ergebnisse. Das photographische Gedächtnis verdankten sie der Tatsache, dass sie miteinander diskutiert hatten und nicht einzeln vor Computern saßen. Einige Schüler waren sogar ermutigt, auch nach den Unterrichtsstunden weiterzuforschen.

Die Arbeit von Prof. Mitra zeigt, dass Gruppen von Kindern sich die Bedienung von Computern und das Aneignen von Wissen selber beibringen können. Der Einsatz neuer Technologien stellt die übliche Methode des Frontalunterrichts, die in vielen Entwicklungsländern aus Mangel an Geldern und Schuleinrichtungen ohnehin schwierig ist, auf den Kopf. Was er als „Granny Cloud“ bezeichnet ist ein Pool aus hunderten von britischen Großeltern, die er via Skype seinen Schülern in Indien zuschalten kann. Ihre Aufgabe ist es, zu ermutigen, Zeit zu schenken und Fragen zu stellen. Die Kinder haben so die Motivation, nach den Antworten zu suchen. Die Rolle des „Lehrers“ ist dementsprechend eher die eines „Ermöglichers“ (fascilitator). Seine Aufgabe ist es, die richtigen Fragen zu stellen und nicht die Antworten zu geben.

Mittlerweile wurden in Indien, Kambodscha, Großbritannien, Italien und einigen afrikanischen Ländern so genannte selbstorganisierte Lernumgebungen (SOLUs) eingerichtet. Hier sitzen Kinder in Gruppen vor großen Bildschirmen, haben schnellen Internetzugang und können Moderatoren zuschalten. Prof. Mitras nächstes Forschungsprojekt am Massachusetts Institute for Technology wird sich der Frage widmen: Können sich Kinder selbst lesen beibringen? Mehr

 

 


Weibliche Entrepreneurs geben Tipps zur Unternehmensgründung

Benita Justus (Personality Coach), Sara Hürliman (zahnarztzentrum.ch AG), Claudia Dietze (freiheit.com), Verena Delius (Young Internet), moderiert von Daniela Hinrichs (Angel Investor): Interactive Entrepreneur Session, 30.06.2011

 

Im Jahr 2010 haben sich rund 349.000 Frauen, und damit 37% aller Gründenden, für einen Eintritt in die Selbständigkeit entschieden. Doch was macht einen guten Entrepreneur aus und welche Eigenschaften braucht es, um eine erfolgreiches Unternehmen zu gründen?

Es braucht zunächst eine gute Idee. Sara Hürlimann hatte mit ihrem Mann ein neuartiges Zahnarztpraxis-Konzept entworfen, das einen 24h-Dienst für Notfallpatienten vorsieht und sich auf die Bedürfnisse berufstätiger Menschen ausrichtet. Mittlerweile erzielt das Unternehmen Zahnarztzentrum.ch AG einen Umsatz von ca. 35 Millionen Schweizer Franken. Doch der Anfang war schwer. Sie mussten zunächst elf Banken abklappern, bis ein geeigneter Investor für die Idee gefunden war.

Neben einer guten Idee braucht es Mut, Ausdauer, Überzeugungskraft und Willensstärke, um auch schwierige Zeiten zu durchstehen. Es braucht Leidenschaft und eine Vision. Das Umfeld sollte mitbekommen, was man vorhat, und so ist Netzwerken ein wichtiges Kriterium. Verena Delius, erfolgreiche Unternehmerin und Geschäftsführerin der Young Internet GmbH, war mit einer früheren Geschäftsidee zur Eröffnung von deutschlandweiten Salatbars gescheitert. Aus der schwierigen Zeit hat sie ihre Lehren gezogen, am Unternehmertum kamen jedoch nie Zweifel auf.

Die Finanzierung stellt einen Unternehmer vor große Herausforderungen. Für Frauen ist es dabei oftmals hinderlich, dass sie im Vergleich zu den Männern nur das verkaufen, was sie tatsächlich auch anbieten können. Aber in dem Moment eines „Pitches“ müsse mehr verkauft werden, als man tatsächlich kann, so Delius. Die Präsentation vor Investoren dient nicht nur der Sicherung der Finanzierung, sondern ist eine hilfreiche Prüfung des Business Case. Die Fragen, die gestellt werden, sind gerechtfertigt, man wird unter Druck gesetzt und stellt sich selbst auf den Prüfstand. Selbst bei einer erfolglosen Finanzierungsrunde ist der Business Case danach meist besser.

Wenn die Finanzierung steht, kommen weitere Herausforderungen auf die Unternehmer zu. Wachstum darf nicht um jeden Preis kommen, davon ist Claudia Dietze, Gründerin von freiheit.com technologies, überzeugt. Es braucht Zeit für die Herausbildung einer Unternehmenskultur, die nicht von oben festgelegt wird. Ein Entrepreneur sollte sich ferner nicht am Umsatz orientieren, sondern am Gewinn.

Damit mehr Frauen ihr unternehmerisches Potential erkennen und ausschöpfen, geben die Unternehmerinnen folgende Tipps mit auf den Weg:

  1. Seien sie selbstbewusst: als Unternehmerin müssen sie von ihrem Unternehmen absolut überzeugt sein und keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass alle Risiken durchdacht wurden.
  2. Seien Sie gut vorbereitet: präsentieren sie vor Familie und Freunden, aber auch vor kritischen Personen, die ihre Idee nicht mögen.
  3. Denken Sie an die Umsetzung: Stellen sie sicher, dass sie ihre gute Idee auch ausführen können.
  4. Stellen Sie Personen ein, die zur Unternehmenskultur passen: Ihre Mitarbeiter sollten die gleiche Idee verfolgen und mit Ihnen gemeinsam etwas bewegen wollen.
  5. Verkaufen Sie sich nicht nur aufgrund ihrer Erfahrungen, sondern auch ihrer Visionen: Frauen stellen ihr Licht noch zu oft unter den Scheffel.
  6. Vermeiden Sie Bürokratie und machen Sie Erfolg messbar: Ziele müssen messbar sein und hierfür sollten Daten gesammelt werden, die regelmäßig ausgewertet werden. Neben der Leidenschaft braucht es eben auch eine rationale Seite.
  7. Delegieren Sie so gut sie können und gestehen Sie sich eigene Schwächen ein: andere können es vielleicht besser.

Zuletzt sei angemerkt, dass erfolgreiche Unternehmerinnen auch eine „fremde“ Idee umsetzen können. Schließlich mangele es in Deutschland nicht an guten Ideen, sondern vor allem an Entrepreneurs, die diese auch erfolgreich umsetzen. Mehr

 

 


Auswirkungen des Waffenhandels auf die Sicherheit von Frauen

Rebecca Gerome: Limit Arms Exports to Reduce Violence Against Women, atlantic-community.org, 14.04.2011

 

Die wohl naheliegendste und offensichtlichste Folge des Einsatzes von Waffen in Konflikten und Kriegen ist die Verletzungs- und Todesrate bei Männern. Sie sind an den gewaltsamen Auseinandersetzungen ummittelbar beteiligt. Die Waffen entfalten jedoch auch eine negative Wirkung, wenn sie nicht zum Einsatz kommen, sondern als Machtinstrument genutzt werden. Die psychologischen Folgen von Handwaffen sind nur schwer quantifizierbar, dennoch sind die Frauen die größten Leidtragenden. So können die Waffen zur Bedrohung und Einschüchterung von Familienmitgliedern genutzt werden, oder zur Androhung sexueller Gewalt gegenüber jungen Frauen. Im Januar-Bericht von Amnesty International zu Haiti sind zahlreiche Fälle geschildert, in denen Frauen vergewaltigt wurden, da aufgrund der bewaffneten Täter niemand zur Hilfe eilte.

Männer ändern im Laufe von gewaltsamen Konflikten, in denen sie fast alle bewaffnet sind, ihr Verständnis von Männlichkeit. Die Gruppendynamik erhöht den Druck auf die Männer, ihre Aggressionen steigen und damit auch die Neigung, Frauen als untergeordnet zu betrachten. In Kolumbien ist die Zahl der Waffen stark mit einer patriarchalischen Kultur verbunden. Die Auffassung, dass Männer Waffen zum Schutze ihrer Familie und zur eigenen Verteidigung bräuchten, ist weit verbreitet. Doch genau der gegenteilige Effekt tritt ein. 60 bis 70% der kolumbianischen Frauen sind im Laufe ihres Lebens bereits Opfer von Gewalt geworden.

Sexuelle Gewalt wird in Konflikten als systematische Kriegswaffe eingesetzt. In der Demokratischen Republik Kongo fand im Sommer 2010 im Osten des Landes eine Massenvergewaltigung statt. Die Frauen berichteten später, die Täter, die in Gruppen von zwei bis sechs Männern erschienen, seien alle bewaffnet gewesen. In Sierra Leone wurden zwischen 1991 und 2002 64.000 Frauen und Mädchen Opfer sexueller Gewalt, und dies oftmals mit vorgehaltener Pistole. Waffen werden aber auch als Druckmittel und Instrument häuslicher Gewalt in den eigenen vier Wänden genutzt.

Trotz der bekannten Auswirkungen der Waffen auf die Sicherheit der Frauen ist geschlechtsspezifische Gewalt in den weltweiten Verhandlungen zum Waffenhandelsabkommen kaum thematisiert. Als positives Signal ist zu bewerten, dass seit 2009 nun auch die USA als weltgrößter Waffenexporteur das internationale Waffenhandelsabkommen unterstützen und die Europäische Union ihren Verhaltenskodex zu Waffenexporten in ein rechtlich bindendes Dokument umgewandelt hat. Um die Rechte der Frauen zu stärken, müssen die internationalen Regelwerke zu geschlechterspezifischen Gewalt auch für den Waffenhandel bindend gelten. Ferner sollten die Staaten Daten sammeln und auswerten, die sowohl den Besitz von Waffen quantifizieren sowie den Bezug zur Gewalt gegen Frauen belegen. Drittens sollten die Staaten ihre rechtlichen Regelwerke anpassen und durchsetzen, um Gewaltakte gegen Frauen nicht länger ungestraft zu lassen. Und schließlich sollten mehr Frauen an den Verhandlungen und Gesprächen zur Waffenpolitik teilnehmen. Mehr

 

Rebecca Gerome hat mit ihrem Essay den atlantic-community.org Studenten-Wettbewerb “Empowering Women in International Relations” gewonnen. Mehr auf dem Online Think Tank der Atlantischen Initiative e.V. atlantic-community.org

 

 


Riesige Datenmengen stellen Unternehmen vor Herausforderungen

John Gantz & David Reinsel: Extracting Value from Chaos, IDC (sponsored by EMC), June 2011

 

Der Umfang an Informationen im digitalen Universum, sowohl in Form erstellter Inhalte als auch deren Vervielfältigung und Auswertungen, hat 2010 die Zettabyte-Grenze überschritten. Ein Zettabyte entspricht einer Trillion Gigabyte. Das rasante Wachstum an digitalen Informationen führt zu neuen Herausforderungen für die Unternehmen. Ihr Erfolg wird davon abhängen, ob die Chief Information Officers (CIOs) es schaffen, mit den großen Datenmengen umzugehen und von ihnen zu profitieren.

„Big data“ versteht man als eine Technologie und Architektur der neuen Generation, die darauf angelegt ist, aus dem großem Datenvolumen mittels Hochgeschwindigkeitserfassung, -suche und -analyse einen Nutzen zu ziehen. Hierbei geht es aber nicht nur um originäre Inhalte wie Dokumente, Bilder oder Musik, die produziert oder konsumiert werden, sondern auch um die Informationen über den Konsum und das Verhalten im Netz. Letztere machen den weitaus größeren Teil des Datenvolumens aus. Die Smartphones zeigen exemplarisch, wie mobile Endgeräte zusätzliche Datenquellen produzieren, die potentiell gespeichert werden können: geographische Datendienste, Kurznachrichten, Browserverläufe und Bewegungsprofile. Ein Gigabyte an gespeicherten Daten verursacht daher ein weitaus größeres Volumen an digitalen Informationen. Einige Daten werden nicht gespeichert, sind aber vorübergehend verfügbar, wie zum Beispiel die Digitalisierung eines Anrufs im Netzwerk-Backbone für die Dauer eines Gesprächs. In Bezug auf die Informationen über eine Person, die nicht bewusst erstellt werden, sondern die darüber hinaus entstehen, spricht man vom digitalen Schatten.

Im Laufe der nächsten Dekade wird die Anzahl an virtuellen und physischen Servern um das zehnfache und das von Rechenzentren bearbeitete Informationsvolumen um das 50-fache steigen. Die Anzahl an gut ausgebildeten IT-Experten wird weltweit allerdings nur um das 1,5-fache zunehmen. Die Unternehmen brauchen aufgrund des fehlenden Personals daher eine flexible IT-Infrastruktur, die mit den Datenmengen umgehen kann. Dank neuer Technologien konnten die Kosten für Informationserstellung, -erfassung, -management und -speicherung im Vergleich zu 2005 bereits um über 80% reduziert werden. Der stärkste Antrieb dahinter ist ein finanzieller: Im gleichen Zeitraum sind die Investitionen von Unternehmen im digitalen Bereich, sprich Hardware, Software, Dienstleistungen und Personal, um 50% gestiegen und liegen damit bei 4 Billionen US-Dollar.

Um dem digitalen Datenboom gewachsen zu sein, sollten sich die Unternehmen sowohl auf technischer als auch auf organisatorischer Ebene umstellen. Sie sollten neue Instrumente zum Erstellen von Metadaten testen, die Entwicklung und das Management von Speichermöglichkeiten stark vorantreiben, bereits heute soweit wie möglich Cloud-Dienste nutzen und hierfür ein integriertes Cloud-Management aufbauen. IDC erwartet, dass bis 2015 fast 20% aller Daten von Cloud Computing Anbietern „bearbeitet“ werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Unternehmen in eine datengetriebene Organisation umgewandelt werden und auch die Zulieferer und Partner ermutigen, sich den neuen Realitäten des digitalen Universums anzupassen. Mehr

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Außenpolitik für alle!

Die Atlantische Initiative will einen Beitrag zur Stärkung der außenpolitischen Kultur in Deutschland leisten. Mitgestaltung außenpolitischer Prozesse muss für alle möglich sein. Dafür ist es wichtig, alle Teilbereiche der Gesellschaft besser zu vernetzen. Besonders liegt uns die Förderung von Partizipationsmöglichkeiten für die junge Generation am Herzen. Um unser Motto mit Leben zu füllen, haben wir eine Reihe von Projekten entwickelt. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.

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